Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen? Wenn Weizen krank macht
17.02.2021

Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen – wenn der Bauch nach dem Verzehr von Weizen oder anderen Getreidesorten rebelliert, kann eine Glutenunverträglichkeit, die sogenannte Zöliakie, dahinterstecken.

Dann ist strikter Verzicht von Gluten angesagt. Doch auch wer nicht zu den Erkrankten gehört, kann von gluten- oder weizenfreien Produkten profitieren. Warum? Wir klären auf!

Zöliakie: Gluten, nein danke!

Zöliakie, die Glutenunverträglichkeit, ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die durch Gluten ausgelöst wird. Gluten kommt als Klebereiweiß in Weizen, aber auch Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Emmer, Einkorn oder Kamut vor. Es verleiht ihnen klebrige Eigenschaften – und das lässt zum Beispiel Teig aus glutenhaltigen Getreidesorten geschmeidig werden. Doch so lecker das klingt – für Betroffene der Autoimmunerkrankung kann das alles andere als schön sein: Kommt deren Darm mit Gluten in Kontakt, wird eine Immunreaktion ausgelöst, 
was auf Dauer zu einem Nährstoffdefizit und einer dauerhaften Entzündung der Darmschleimhaut führt. Und das wiederum verursacht Beschwerden. Das können Magen-Darm-Beschwerden sein, aber auch zum Beispiel auch Müdigkeit, Depression oder Gewichtsverlust werden mit der Zöliakie in Verbindung gebracht. Die Zöliakie ist eine vielfach auftretende immunologische Erkrankung, die in Deutschland mit einer Häufigkeit von etwa 1 zu 250 vorkommt.1 Sicherheit verschafft ein Gang zum Arzt, der eine Glutenunverträglichkeit mit Antikörpertests oder einer Darmspiegelung feststellen kann. Die einzig mögliche Therapie? Ein lebenslanger und konsequenter Verzicht auf Gluten.

Fokus Weizen: Woher kommen die Beschwerden?

Der Körper rebelliert besonders nach dem Verzehr von Weizen? Das gibt’s auch – als Weizenallergie: Die Erkrankung löst allergische Symptome aus, kann aber auch gut über Antikörpertests entlarvt werden und kommt relativ selten vor. Und doch geben heutzutage immer mehr Menschen an, Weizen schlecht zu vertragen. Woran kann das liegen? 
Die Wissenschaft ist sich mittlerweile einig, dass eine Weizensensivität existiert. Genauer gesagt sprechen sie von der „Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensivität“. Klingt kompliziert? Es bedeutet, dass keine der beiden Krankheiten, die eindeutig zu diagnostizieren sind, vorliegt – und Betroffene dennoch Symptome verspüren, wenn sie Weizen gegessen haben. Und das kommt nicht selten vor. Die genauen Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt. Man hat aber weniger das Klebeeiweiß im Verdacht2, sondern vielmehr bestimmte Eiweiße, sogenannte ATI3. Auch ein Zusammenhang mit den sogenannten FODMAPs, jenen Kohlenhydraten, auf die auch Reizdarmpatienten verzichten sollen, wird untersucht. Fest steht: Vom Verzicht auf Weizen oder Gluten können nicht nur Allergiker oder Betroffene von Zöliakie profitieren, sondern alle, die nach dem Verzehr von Weizen oder Gluten Beschwerden verspüren. Und auch wenn du unter Durchfall, Blähungen oder Magenschmerzen leidest, für die noch keine Ursache gefunden werden konnte, kann eine Ausschlussdiät helfen. Das Ziel: einer möglichen Sensivität auf die Spur zu kommen. Wer jetzt denkt: „Auf mein Brötchen kann ich aber keinesfalls verzichten“ – für den gibt’s gute Nachrichten. Denn es gibt ihn, den verträglichen Genuss. Mit Breadonauts!


Unbeschwert weizen- und glutenfrei genießen

Weizenfreie, glutenfreie, vegane und gleichzeitig leckere Backwaren zu kreieren – das hat sich Maria Perna mit ihrer Firma zur Aufgabe gemacht. Die Gründerin der jungen biozertifizierten Marke Breadonauts hat sich der Entwicklung verträglicher Mehlmischungen verschrieben und diese in der heimischen Küche in Wacken erprobt. Mit Erfolg! 
Statt glutenhaltiger Getreidesorten kommen bei Breadonauts glutenfreie Rohstoffe zum Einsatz. So zum Beispiel Mais, Reis, Kichererbsen, Braunhirse oder Leinsaat. Herausgekommen sind Backmischungen für Pfannenbrot, Brötchen, Baguette, Crepes, Pancakes, Pizza und kerniges Ofenbrot Manche zudem frei von Zucker, Laktose, Ei oder Soja. Und alles in Bioqualität versteht sich!

Breadonauts: Echte Vielfalt trotz Allergie oder Unverträglichkeit

Doch das ist noch nicht alles – denn die Produkte sind auch noch wandelbar: Aus dem Crepes-Mix können auch Pfannkuchen oder Quarkbällchen entstehen, aus dem Knuspermehl Bagel, Flaguette oder Foccaccia und aus dem Ofenbrot wird im Handumdrehen ein Knäckebrot. Das Pfannenbrot? Kann man ganz nach individueller Vorliebe neu erfinden: Je nach Zugabe von Zutaten – beispielsweise getrocknete Tomaten, Kräuter oder Zwiebeln – ob das Bio-Pfannenbrot mediterran, deftig oder doch natur zubereitet wird. Oder ob es ein Hamburger-Bun wird, ein Hotdog, eine Pita-Tasche, eine Pfannenpizza oder eine Salatbeilage. Auch ist es einfrier- und im Toaster wieder auftaubar.

Damit macht Breadonauts möglich, dass Allergiker, Menschen mit Zöliakie, aber auch weizen- oder glutensensitive Menschen trotz gewissem Verzicht vollsten Genuss auf dem Teller erleben können. Die Zubereitung erfordert kein handwerkliches Geschick: Nur wenige Zutaten müssen jeweils ergänzt werden – und schon steht dem Frühstücksbrötchen nichts mehr im Weg. Verzicht? War gestern! Und wer jetzt Appetit bekommen hat: Hier geht’s zu den Backmischungen im Shop!

Schon gewusst? Gluten – hier steckt’s auch drin!

Wer auf Gluten verzichten möchte, denkt zunächst wahrscheinlich an Brot, Nudeln und Gebäck. 
Das ist grundsätzlich auch richtig, doch kann Gluten als Zutat oder Zusatzstoff – etwa als Stabilisator, Bindemittel oder Trägerstoff – in noch viel mehr Lebensmitteln stecken. Hier sind einige davon1:
  • Bier
  • Eis
  • Fertiggerichte wie Suppen, Soßen, Dressings, Sojasauce oder Sushi-Essig
  • Wurstwaren sowie Fleisch- oder Gemüsekonserven
  • Fruchtjoghurt
  • Ketchup oder Senf
  • Instantkaffee
  • Pralinen oder Schokolade
  • Streichkäse
  • Gewürzmischungen
  • Chips 

Das bedeutet: Bei Unverträglichkeiten, zum Beispiel auch bei Fructosemalabsorption  oder Laktoseintoleranz  ist ein Blick auf die Zutatenlisten verarbeiteter Lebensmittel Pflicht. Was dabei hilft: Inzwischen sind viele Lebensmittel auch als „glutenfrei“ gekennzeichnet, so auch die Brotbackmischungen von Breadonauts. Das erleichtert den Einkauf enorm.

Quellen:

1 https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/201802/072h/index.php

2 https://www.dzg-online.de/krankheitsbild.312.0.html

3 Schuppan D et al. Wheat amylase trypsin inhibitors drive intestinal inflammation via activation of toll-like receptor 4. J Exp Med 2012; 209: 2395–2408

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