Ernährungstrends: Was is(s)t die Zukunft?
02.06.2021

Was esse ich heute? Diese Frage stellen wir uns täglich aufs Neue. Das Ergebnis fällt ganz unterschiedlich aus – schließlich sind Geschmack, allgemeiner Lebenswandel und zeitliche Ressourcen so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Fest steht aber: Ernährung ist Trend! Das zeigen auch Foodblogs, Kochshows und immer neue Ernährungsweisen wie Low carb, Paleo oder Intervallfasten ganz deutlich. Wir wollten wissen: Wie sieht das in Zukunft aus, was bewegt sich in Sachen Ernährung? Was essen wir morgen?

In aller Munde – die Top-Ernährungstrends

Nutrition Hub, Deutschlands größtes Netzwerk für Ernährungsexpertinnen und -experten, hat genau diese Frage unter 75 Ernährungsfachleuten gestellt – darunter Diätassistenten, Ökotrophologen, Ernährungswissenschaftler, 
-therapeuten, -mediziner, Lebensmitteltechnologen oder Lebensmittelchemiker. Was in Zukunft in puncto Ernährung wichtig wird? Die Profis sehen die Top 3 der Ernährungstrends mit Abstand so: Vegane und pflanzenbasierte Ernährung, personalisierte Ernährung und Digitalisierung sowie klimaneutrale und nachhaltige Ernährung.1 Auch bei der Trendprognose des Zukunftsinstituts stehen alle Zeichen auf Nachhaltigkeit: Zero Waste, lokal hergestellte Lebensmittel sowie eine verantwortungsvolle Esskultur, die auch die Gesundheit des Planeten einschließt, sind die Top-3-Trends des Foodreports 2022.2 Schauen wir uns einige Ernährungstrends genauer an:

Vegan: pflanzenbasierte Ernährung

Wer sich vegan ernährt, setzt bei der Ernährung ausschließlich auf pflanzliche Lebensmittel. Nahrungsmittel, die tierischen Ursprungs sind, kommen Veganerinnen und Veganern dagegen nicht auf den Teller. Und das sind mehr als bei einer vegetarischen Ernährung, die nur auf Fleisch und Fisch verzichtet. Eier, Milch, Käse, Honig, Sahne und alle Produkte, in denen Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten sind, essen vegan lebende Menschen nicht. Heute ist diese Ernährungsform unkompliziert umzusetzen, denn der Markt für vegane Lebensmittel – von Schokolade über Fleischersatzprodukte bis zu Milchalternativen – boomt.  Vegane Kochbücher führen nicht selten die Bestsellerlisten an und kaum eine Großstadt kommt noch ohne ein reichhaltiges Angebot an veganen Restaurants und Cafés aus. Vegane Eissorten in der Eisdiele, klar – Foodmärkte mit veganen Burgern, logo! Auch in den Supermärkten und Discountern wird das Angebot immer vielfältiger und jüngst launchten sogar globale Fast-Food-Ketten nicht nur pflanzenbasierte Burger, sondern planen jetzt, auch vegane Pop-up-Stores zu eröffnen.3 Damit erreicht die pflanzenbasierte Ernährung den Mainstream. Das zeigt, wie hoch die Nachfrage nach pflanzenbasierten Produkten ist. Etwa zehn Prozent der Deutschen ernähren sich heute laut ProVeg bereits vegetarisch. Und 1,3 Millionen Deutsche geben an, vegan zu leben.4 Das klingt erst einmal nicht viel. Gemessen daran, dass es in 2008 aber nur 80.000 Menschen waren, ist das aber ein rasanter Anstieg.4 Und: Die Tendenz ist steigend. Knapp 10 Millionen Menschen geben an, zukünftig gerne ganz auf Eier und Milchprodukte verzichten zu möchten. Bequemlichkeit oder die Schwierigkeiten beim Essengehen sind die Hauptgründe, warum das Vorhaben bisher noch nicht in die Tat umgesetzt wurde.4

Nachhaltig: regional, plastikfrei, klimaneutral

Eine nachhaltige Ernährungsweise ist jene, die möglichst wenig Auswirkungen auf die Umwelt und damit für nachfolgende Generationen hat. Wer sich bereits vegan ernährt, ist auch bei diesem Top-Trend – Nachhaltigkeit – schon weit vorne mit dabei. Denn: Eine pflanzenbasierte Ernährung spart im Gegensatz zu einer omnivoren Ernährungsweise deutlich an CO2-Emissionen ein. Mehr noch: Die negativen klimatischen Auswirkungen tierischer Produkte selbst mit dem geringsten Impact übersteigen immer noch die Auswirkungen von pflanzlichen Ersatzprodukten. Das liefert neue Beweise für die Bedeutung einer Ernährungsumstellung hin zu einer vollwertigen pflanzenbasierten Lebensweise, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht.5 Doch es gibt auch etwas dazwischen: mit In-vitro-Fleisch, das zwar in tierischen Zellen seinen Ursprung hat, aber die in der Kritik stehende Massentierhaltung überflüssig macht. Das aus tierischen Zellen gezüchtete Fleisch beschäftigt die Forschung seit dem Wissen, dass sich Fett- und Muskelzellen in der Petrischale züchten lassen, schon einige Jahre. Es bleibt abzuwarten, wann erste Produkte erhältlich sein werden. Laut einer Umfrage könnten sich über 40 Prozent der befragten Veganerinnen und Veganer vorstellen, ein solches Laborfleisch zu essen. Von den Fleischessern ist es etwa jeder fünfte.6 Nachhaltig ist ohne Frage auch der Kauf regionaler Produkte, denn diese bedürfen keiner langen Transportwege oder Kühlung. Und: In Sachen Verpackungsmüll greift man, wenn es eine nachhaltige Wahl sein soll, am besten zu verpackungsfreier Ware. Und auch das – wie man an zahlreichen verpackungsfreien Läden erkennen kann – ist Trend. Ob Eiweiß aus Insekten, Zero Waste, oder Sharing-Angeboten – wir dürfen gespannt sein, was die nachhaltige Zukunft bringt.

Personalisiert und digitalisiert

Kennst du das auch? Der eine muss ein Stück Kuchen nur ansehen, um zuzunehmen und die andere kann gleich mehrere Stücke essen, ohne etwas auf der Waage zu merken? Der eine kann morgens nüchtern mit Kaffee starten, die andere muss einen gut gefüllten Magen haben, damit sie das Koffein verträgt. Zwar sind das subjektive Wahrnehmungen, doch es ist etwas dran: Wie man Lebensmittel verträgt oder wie hoch der tägliche Bedarf an bestimmten Nährstoffen ist, kann unterschiedlich ausfallen – je nach genetischen Voraussetzungen, Erkrankungen, Unverträglichkeiten, dem allgemeinen Lebenswandel oder auch dem unterschiedlichen sportlichen Pensum. Wie genau Gene und Ernährung zusammenhängen, und was das für die persönliche Ernährungsweise einzelner bedeutet, damit beschäftigt sich das große Forschungsfeld der personalisierten Ernährung – auch Nutrigenomik genannt. Das Ziel: Für jeden Menschen die persönlich ideale Ernährung zur Erhaltung der Gesundheit zu finden. Angepasst an individuelle Geschmäcker, Vorlieben, den eigenen Lifestyle und körperliche Gegebenheiten.7 Hier spielen digitale Anwendungen wie Apps eine große Rolle.

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Quellen:

[1] Nutrition Hub Trendreport Ernährung. Ernährung 2021: pflanzlich, smart und klimafreundlich. Befragung unter 75 Ernährungsexperten, 2020, https://www.nutrition-hub.de/post/nutrition-trend-report-die-10-wichtigsten-ernährungstrends-2021

[2] https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/food/food-trends-hanni-ruetzler/

[3] https://www.ksta.de/koeln/pop-up-store-burger-king-eroeffnet-filiale-fuer-vegetarier-in-koeln-38418048

[4] https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html

[5] Poore J et al. Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science 2018; 360: 987–992

[6] Veganz Ernährungsstudie 2020, https://veganz.de/blog/veganz-ernaehrungsstudie-2020/

[7] Buxel H. DLG-Studie: My Food – Personalisierung und Ernährung, Teil 2, Münster 2019

 

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